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Paul M. Newcastle, U. D.


02.02.22

Interview mit der KONO MANUFAKTUR

Interview mit der KONO MANUFAKTUR

Auszug:

We are excited about your abstract photographs you presented at several exhibitions – What is your inspiration, what are your favorite subjects?

I don’t have any favorite motifs. I photograph what interests me, and that’s diverse. Not my favorite motifs are, for example, still lifes of flowers or heaped shots of landscapes. In order to find a motif, I rarely proceed according to a plan, but decide according to my intuition. If I proceed (more or less) according to plan, then most likely with portrait photography or if I do a titled project. I also count competition entries among these projects. Architecture happens frequently, because it is easily available everywhere and almost free of data protection restrictions. I have also produced some „street photography“ […]

Das ganze Interview hier: https://konomanufaktur.com/paul-m-newcastle


KONO Delight Art 100

Tainted Love Frame 8: Delighted Light & Loving Photographiert auf KONO Delight Art 100

 

 

Für Menschen, denen das Englische nicht (mehr) ganz so geläufig ist, hier noch die deutsche Fassung – allerdings ohne Bilder und die ganze schöne graphische Gestaltung von Christiane und Uwe von der großartigen KONO Manufaktur® in Bornheim Waldorf:

Interview Paul M. Newcastle, U.D.

Paul, thanks for taking the time for this interview. May you please introduce yourself?

Paul M. Newcastle ist die anglisierte Form meines Namens, der Paul Martin Nauhaus lautet. Diese Form benutze ich seit meiner Jugend für alle Arten von künstlerischen Tätigkeiten. Das „U. D.“ kam später dazu und bedeutet „Universal dilettante“ mit jener Bedeutung von „Dilettant“, dass das einer ist, der eine Beschäftigung aus Liebhaberei betreibt. Ich lebte zunächst an verschiedenen Orten Mitteldeutschlands und, nach meiner Flucht aus der DDR, im Rhein-Main-Gebiet, hauptsächlich in Frankfurt. Seit zehn Jahren bin ich in Gotha ansässig.

Nach einem Semester habe ich das Architekturstudium abgebrochen und jobbte. Die späteren, vielen Stationen kürze ich ab: Arbeit als Kellner, Ausbildung zum Koch in einem Frankfurter Sterne-Restaurant, Gastronomie-Karriere im Rhein-Main-Gebiet, Wechsel in einen Bürojob als Finanzbuchhalter und Personalsachbearbeiter, schließlich mit fünfzig Ausbildung zum Examinierten Altenpfleger.

Nebenher hatte ich einen Verlag und betätigte mich künstlerisch in Graphik und Photographie.

We are excited about your abstract photographs you presented at several exhibitions – What is your inspiration, what are your favorite subjects?

Ich habe keine Lieblingsmotive. Ich photographiere, was mich interessiert, und das ist vielfältig. Nicht meine Lieblingsmotive sind zum Beispiel Stilleben von Blumen oder gehäufte Aufnahmen von Landschaften. Um ein Motiv zu finden, gehe ich eher selten nach einem Plan vor, sondern entscheide mich nach meiner Intuition.

Wenn ich (mehr oder weniger) nach Plan vorgehe , dann am ehesten bei Portraitphotographie oder wenn ich ein betiteltes Projekt mache. Wettbewerbsbeiträge zähle ich auch zu diesen Projekten.

Architektur kommt oft vor, und zwar deswegen, weil sie leicht und überall und nahezu befreit von Datenschutzrestriktionen verfügbar ist. Ich habe auch einiges an „street photography“ produziert, und ich würde auch gern mehr Menschen portraitieren, nur fehlt es mir dazu an Modellen. Während der Zeit der Corona-Schließungen habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und mehrere Serien von Selbstportraits fabriziert. Eines davon zeige ich hier [Abbildung Fehler: Verweis nicht gefunden].

Ich arbeite eher „straight“ und traditionell. Ich habe mir vorgenommen, meinen Stil zu halten, nicht jede Mode mitzumachen. Als Beispiel nenne ich meine Serie aus der Völklinger Hütte, die scheinbar dokumentarisch ist, aber durchaus Erotik in einem technischen Motiv zeigt.

Das alles geht nicht, ohne dass ich eine Haltung hätte. Ich will kein weißes Photopapier ausstellen, das ich zuvor stundenlang angestarrt und durch diesen Vorgang zum Kunstwerk erklärt habe. Ich zeige meine konkrete Umwelt durch das Objektiv,manchmal auch verfremdet durch die Technik der Aufnahme, des Films; der Entwicklung, des Abzugs in der Dunkelkammer.

Please tell us more about the photo contest “Bauhaus 2019” at the Kunstforum Gotha, where two of your photographs has been exhibited.

Im Jahr 2018 gab es eine Ausschreibung zum Fotowettbewerb „Bauhaus entdecken – Spurensuche im Freistaat Thüringen“. Das Bauhaus und das Neue Bauen interessieren mich seit langem. In meiner Geburtsstadt Erfurt, aber auch in anderen Thüringer Städten, kenne ich viele Gebäude in jener Tradition, und natürlich bin ich nicht der einzige. Aus diesem Grund entschloss ich mich, nicht die wohlbekannten Gebäude (oder Objekte) zu photographieren, sondern eher unbekannte, versteckte. Ich konzentrierte mich auf das Erfurter Hanseviertel rund um Hamburger, Altonaer und Flensburger Straße.

Ich war glücklich, als zwei meiner Bilder ausgewählt wurden. Ich zeige hier ein Bild aus der Serie, das nicht in der Ausstellung zu sehen war.

Eine völlig unvermutete Spätfolge hatte diese Ausstellung für mich: möglicherweise werde ich an einem Spielfilm mitwirken dürfen. Mehr kann ich dazu noch nicht verraten.

Can you remember the very first picture you captured? What was the theme of the photograph?

An das wirklich allererste Bild kann ich mich nicht erinnern. Ich kann aber anhand meiner Negative ziemlich genau datieren, wann ich begonnen habe zu photographieren und mit welcher Kamera: ich war zehn oder elf Jahre alt, und meine Kamera war eine von meinen Großeltern ererbte Altissa, eine einfache Kamera, die heute kaum noch jemand kennen dürfte.

Ich zeige hier mein (einziges) Bild der Göltzschtalbrücke in Sachsen (der größten Backsteinbrücke der Welt), aufgenommen auf ORWO NP20 (ISO 80). Dieses Bild zeigt bereits ein wenig eine Richtung, in die ich mich später entwickelt habe.

What cameras do you use preferably, do you develop your films by yourself?

Zur Zeit ist meine Lieblingskamera die Hasselblad 500 C/M mit dem 80-Millimeter-Normalobjektiv (Festbrennweite). Ich besitze etliche weitere Kameras, aber in Gebrauch ist davon meist nur meine Minolta 7000 AF für Kleinbildfilme, mit drei Objektiven. Für spezielle Aufgaben im Mittelformat nutze ich gelegentlich noch eine Moskva-2 (Nachbau der Zeiss Ikonta) sowie eine Agfa-Box (beide im Format 6×9 cm).

Seit zwanzig Jahren entwickele ich meine Filme selbst. Ich führe sehr genau Buch darüber, wie ich welchen Film entwickelt habe und auch, wie ich jeden einzelnen Abzug vergrößert habe. Meine Lieblingsfilme sind der HP4 Plus und der HP5 von Ilford, der TriX 400 von Kodak, der DoubleX von Cinestill und seit neuestem der Delight Art 100 von KONO. Ich versuche, bereits bei der Entwicklung Rücksicht auf die gewählte Belichtung und die Motive zu nehmen. Die handwerklichen Prozesse machen für mich den Reiz des analogen Arbeitens aus. Hinzu kommt die Beschränkung der Zahl der Aufnahmen. Es ist ein riesiger Unterschied, ob ich „gezwungen“ bin, mir jedes Bild einzeln vorzustellen und es genau zu planen, damit ich keinen Film verschwende, oder ob ich statt zwölf oder sechsunddreißig Aufnahmen pro Film die Möglichkeit habe, etwa 1.200 digitale Bilder auf eine SD-Karte zu speichern.

Where can we learn more about you and your work, are there more exhibition planned?

Einen Überblick über meine Art zu photographieren kann man auf meiner Seite image.nauhaus.de und auf Instagram bekommen.

Konkret geplant sind derzeit keine Ausstellungen. Im Rhythmus von einem bis drei Monaten plane und photographiere ich Themenprojekte. Aus einigen dieser Projekte habe ich in Kleinstauflage Bücher gemacht. Mein jüngstes Projekt hieß „Tainted Love“ und ist auf Instagram zu sehen. Etwas untypisch für mich habe ich für dieses Projekt einen neuen Farbfilm ausprobiert: den sehr überraschenden KONO! Delight ART 100 im Mittelformat. Ich muss sagen, dass ich begeistert von diesem Produkt bin. Trotzdem werde ich auch in Zukunft bevorzugt in Schwarzweiß arbeiten. Es ist die Art von Graphik und Tonwerten, die meinem Denken und Fühlen am nächsten kommt.

Durch diese Projekte schaffe ich mir ein größeres Archiv an Themenbereichen, aus denen ich dann schöpfen kann, wenn einmal wieder ein Wettbewerb oder eine Ausstellung ansteht.

20.11.21

Machine City

Machine City

Ein Photobuch – entstanden im November 2021.

Dieses Buch kann, wie die anderen zuvor erwähnten, bestellt werden – Konditionen auf Anfrage.

16.11.21

Neuigkeiten aus der Pandemie-Zeit

Neuigkeiten aus der Pandemie-Zeit

Auch im fast schon vergangenen Jahr, seit der Landesfotoschau, war ich nicht untätig. Die meisten meiner Ergebnisse wurden bereits auf Instagram veröffentlicht. Für diejenigen, die dort nicht unterwegs sind oder sein können, hier eine kurze, unkommentierte Zusammenfassung.

Alle Bilder oder, wo vermerkt, auch Bücher, können auf Anfrage gekauft werden. Anfragen bitte per Mail.

Projekt „Kunst im öffentlichen Raum“ (Erfurt, Gotha, Arnstadt)

Projekt „Back House Corona – Diary of boredom and frustration – Day – to 12“

Projekt „Gasmaschinenzentrale Unterwellenborn“ (auf Anfrage auch als Buch erhältlich)

Projekt „Panoramabilder 3“ (Aufnahmen auf Kleinbildfilm mit der Mittelformatkamera)

Projekt „Nothing is like it seems“ (auf Anfrage auch als Buch erhältlich)

Gemischte Medien: Kleinbild-Panorama, Polaroid, SW-Mittelformatfilm.

Projekt „Self Portraits“ (Auswahl)

Projekt „Bridges“ (auf Anfrage auch als Buch erhältlich)

Projekt „Saxonian Mining“ (Zwickau)

Projekt „Frankfurt Osthafen, zwanzig Jahre später“

Projekt „Frankfurt Bockenheim, zwanzig Jahre später“

Projekt „Weimar: Klassik, Mord, Moderne“

Projekt „Tainted Love“ (mit dem großartigen Film KONO! Delight Art 100 im Mittelformat)

02.02.20

12. Landesfotoschau Thüringens ab 14. März 2020 in Saalfeld

Die Gesellschaft für Fotografie schrieb mir: „Die Jury hat am 25.01.20 in einer fast neunstündigen Sitzung die Bilder für die Ausstellung ausgewählt. Leider wurde keines Ihrer Fotos für die 12. Landesfotoschau ausgesucht. Es hatten 181 Fotografinnen und Fotografen Bilder eingesandt, 59 Autorinnen und Autoren sind in der Ausstellung vertreten.“

Leider, ja. Aber die Entscheidung der Jury ist zu respektieren, selbstverständlich. Gleichwohl präsentiere ich hier die von mir eingereichten Bilder, diesmal in einer besonderen Form: als kostenlosen Download (PDF-Format, ca. 20 MB. Zum Betrachten ist der kostenlos erhältliche PDF-Betrachter von Adobe oder ein ähnliches Produkt notwendig).

Vorsorglich verweise ich auf das Urheberrecht: Betrachten erlaubt, privates Weitergeben erlaubt; Drucken und Vervielfältigen sowie Veröffentlichen (öffentliches Weitergeben) sind grundsätzlich nicht erlaubt, es sei denn, man holt sich meine ausdrückliche Genehmigung ein.

La décoloration des temps (Tankturm Heidelberg)

La décoloration des temps
(Tankturm Heidelberg)

23.08.19

Vernissage im Kunstforum Gotha am 22. August 2019

Vernissage im Kunstforum Gotha am 22. August 2019

Am gestrigen Abend fand die langerwartete Ausstellungseröffnung zum Fotowettbewerb „Bauhaus entdecken – Spurensuche im Freistaat Thüringen“ statt. Man kann sagen, die Vernissage war ein voller Erfolg und die Ausstellung ist wirklich sehenswert. Zwar fehlen wirklich große Überraschungen, aber die Auswahl scheint gut gelungen, und die Präsentation auf zwei Stockwerken und im Foyer ist dicht, aber nicht überfordernd, sehr gut beleuchtet und gehängt.

Nun wartet man auf ein Presseecho. Zu gegebener Zeit – wenn die Presse soweit ist – werden etwa erscheinende Berichte hier verlinkt werden.

Hier zunächst noch einmal der Link zum Kulturforum mit Öffnungszeiten und Eintrittspreisen. Ein sehr schön gestalteter Katalog ist für fünf Euro erhältlich.

 

Update: Pressestimme (Thüringer Allgemeine Zeitung)

 

29.07.19

Bauhaus 2019 – Fotowettbewerb beendet

Bauhaus 2019 – Fotowettbewerb beendet

 

Der Wettbewerb ist beendet, die Jury hat gewählt, und zwei meiner Arbeiten werden neben vielen anderen interessanten gezeigt werden – ab 23. August 2019 im Kunstforum Gotha.

Die Vernissage findet am 22. August ab 19 Uhr dort statt – Interessierte sind recht herzlich eingeladen.

10.04.19

In the streets of …

In the streets of …

… it is always possible to find something or somebody to photograph.

… to be continued another time.

07.04.19

Neues Projekt 2019 – fertig!

 

Anfang Januar gab es so etwas wie eine Vorschau, und hier sind nun die Ergebnisse, mit denen ich am Wettbewerb „BAUHAUS ENTDECKEN – SPURENSUCHE IM FREISTAAT THÜRINGEN“, ausgerichtet von der Stadt Gotha und der Gesellschaft für Fotografie, teilnehme.

Alle hier gezeigten Bilder wurden auf Film (Ilford Delta 400 mit der Kiev-88) aufgenommen, per Hand in der Dunkelkammer auf Barytpapier abgezogen und anschließend gescannt.

13.01.19

Neues Projekt im Jahr 2019

Dies wird eines meiner „Werkzeuge“ für das 2019er Frühjahrsprojekt. Da es sich um einen Wettbewerb handelt, ist der Abschluß zwingend für Ende März vorgeschrieben, d. h. bis dahin muß das Konzept stehen, die Hintergrundrecherchen müssen fertig sein, mindestens eine Ortsbesichtigung muß erfolgt sein, und dann Ortstermin mit Kameras, Objektiven, Filtern und Filmen sowie anschließend Entwickeln, Kontaktkopien erstellen, Auswählen, Vergrößern, Einschicken.

Einzelheiten kann ich noch nicht verraten, werde aber die Ergebnisse präsentieren.

Ein schönes Stück Arbeit, das sich hoffentlich lohnen wird.

100 Jahre Bauhaus

Kiev88 TTL mit Teleobjektiv TAIR-33 und Zweifach-Telekonverter (f:600)

 

 

Newcastle on Instagram

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16.12.17

Venezia 2017

Im folgenden zeige ich einige Bilder von der Venedigreise 2017 im Mai, pünktlich zur Biennale. Alle Photos wurden mit der Kiev 88 (entweder auf Fomapan 100 oder auf Kodak TriX 400) aufgenommen. Die Handabzüge auf Barytpapier im Format 18 x 24 cm wurden gescannt und geringfügig, d. h. lediglich hinsichtlich Helligkeit und Kontrast, bearbeitet.